Ein eingespieltes Team, Farbe und ständiger Zeitdruck

Besuch in einer Druckerei - Mein Bericht nach einem Druckereibesuch.

Die "Druckplatten" sind da, die Drucker können jetzt aktiv werden. Das Team ist perfekt eingespielt, jeder weiß, was er zu tun hat. So fallen die Anweisungen des Maschinenführers auch äußerst knapp aus. Hier ein Kopfnicken, dort ein kurzes aber lautes gut hörbares „Stop“ oder „Ist gut“. Kommandos sind bei den Männern alles. Jeder muss wissen, was der Kollege gerade macht. Denn gänzlich ungefährlich ist das Arbeiten an der Rotations-Druckmaschnine nicht. Eingeklemmte Finger sind in der langen Geschichte 'des Berufs Drucker keine Seltenheit.

Anhand eines Seitenspiegels nach Vorgaben aus der Redaktion oder Anzeigenabteilung können die Männer ablesen, welche Seite mit welchen Zusatzfarben „gefahren“ werden soll. „Seite 1 in 4c“, lautet die Information an die Drucker. Nun wissen sie, dass für die Titelseite der Zeitung alle vier Grunddruckfarben nötig sind: Schwarz, Magenta, Cyan und Yellow. Der Grund: Als Seitenfoto ist ein Farbbild geplant. Dazu sind vier Farben ausreichend. Zwischentöne wie Braun oder Orange ergeben sich aus ihrer Mischung.

Noch mit der Hand müssen die schweren Farbwannen unter den Druckwerken installiert werden. Keine saubere Arbeit, aber daran sind die Drucker mittlerweile gewöhnt. Schnell werden die teilweise farbverschmierten „Farbpumpen eingebaut, unscharfe Rakelmesser ausgewechselt.

In der Zwischenzeit wird an der Stirnseite der Rotation die Papierbahn vom Rolleur eingezogen. Vorsichtshalber verfolgen die Drucker den langen Weg durch die Walzen.

Ein unkorrekter Papiereinzug kann später zur Folge haben, dass das Papier reißt. Sofort müsste die Maschine gestoppt werden, kostbare Zeit ginge verloren. Die Druckplatten werden auf den Zylindern eingespannt. Dann geht es los, die Maschine wird angefahren. Der Lärm in unmittelbarer Nähe der Maschine wird immer lauter.

Die Walzen und die Zylinder beginnen sich zu drehen. Im Herz der Rotation gehen nun wundersamen Dinge vor sich, vom Nicht-Insider kaum zu erkennen. Zunächst wird der Plattenzylinder von einer Feuchtwalze (dem Feuchtduktor) mit einem hauchdünnen Wasserfilm überzogen. Doch das Wasser bleibt nur an den Stellen, die später in der Zeitung auch weiß bleiben sollen. Eine “kleine Umdrehung weiter kommt die Farbe ins Spiel. Da sie sehr fetthaltig ist und sich Wasser und Fett bekanntlich nicht vertragen, nehmen nur Buchstaben, Linien und Fotos diese an.

Bevor nun endlich das weiße Zeitungspapier in Sichtweite kommt, wird jede einzelne Seite auf ein robustes Gummituch gedruckt. Nun ist die Schrift negativ. Jetzt ist das Prinzip eines handelsüblichen Stempels zu beobachten. Das Gummituch „stempelt“ die Farbe auf das Papier. Falls Zusatzfarben erwünscht sind, läuft die Papierbahn danach noch durch weitere Farbwerke, bevor es auf das Zeitungsformat gefalzt wird.

Auf ein Förderband „spuckt“ die Maschine in ungeheurer Geschwindigkeit die fertigen Zeitungen aus. Diese werden etwa alle 100 Exemplare vom Maschinenführerkontrolliert. Bei laufender Rotation können noch leichte Korrekturen am Druckbild vom Druckerstand vorgenommen werden.

Die Sollauflage ist erreicht, die Makulaturquote ist minimal. Die Maschine läuft aus. Mittlerweise ist es drei Uhr morgens. In der Weiterverarbeitung warten bereits Aushilfskräfte auf die Zeitungs-Auflage. Alle Postvertriebsstücke werden mit Adressaufklebern versehen und zur Post gebracht. Der Rest wird zu Voll- und Spitzenpaketen gebündelt. In einer Stunde werden die Zeitungen bereits durch Kleinspediteure abgeholt, um sie dann zu den Einzelhändlern und Abholpunkte für die Zusteller zu bringen. Während die ersten Leser zwischen 6 Und 7 Uhr ihre Zeitung aufschlagen, liegen die Drucker von der Nachtschicht längst im Bett.

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